Knut Hamsun: Hunger
Hunger ist der erste Roman des norwegischen Schriftstellers Knut Hamsun. Er ist aus dem Jahr 1890. Der Roman spielt in der Stadt Oslo, welche damals Kristiania hieß. Vieles aus dem Buch, hat Hamsun selbst erlebt. Knut Hamsun konnte zunächst nicht von der Schriftstellerei leben und musste sich mit Gelegeheitsjobs über Wasser halten. Zweimal wollte er nach Amerika auswandern, allerdings kam er beide Male enttäuscht zurück. Aus Briefen weiß man, dass ihm Hunger umd Armut lange vertraut waren.
Das Buch beginnt damit, dass ein arbeitsloser Icherzähler von der Zeit berichtet, in der er in Kristiania umhergeht und hungert, immer auf der Suche nach Essen, Geld und Anerkennung. Solche Schilderung hatte es natürlich schon vorher in der Literatur gegeben, aber Hamsun ging es um etwas anderes. Es ging ihm nicht darum die soziale Ungerechtigkeit aufzuzeigen. Er beschreibt aus dem Inneren eines Menschen, wie der Hunger sein Denken, Handeln und seine gesamt Wahrnehmung bestimmt.
Der Erzähler gibt nach und nach alles was er besitzt beim Pfandleiher ab um sich Essen kaufen zu können oder seine Miete zu zahlen. Um Geld zu verdienen schreibt er auch Artikel für Zeitungen. Das Geld was er für die Artiekl bekommt gibt er sofort aus, als wolle er es gar nicht haben. Hinzu kommt sein Stolz. Ständig versucht er Unbekannten zu beweisen was für ein anständiger und respektabler Mann er doch ist. Er würde aber sicher etwas zu essen kriegen, wenn er seine Lage bekannt macht. Stattdessen kaut er lieber Hobelspäne um den Hunger zu stillen. Dieser Nahrungsmangel macht ihn sehr empfindlich. Völlig überreizt, angeschlagen und angeekelt von sich selbst, pöbelt er ohne Grund Leute auf der Straße an. Dabei versucht er Anerkennung zu gewinnen. Der Hunger macht ihn wahnsinnig und er bekommt angst zu sterben. Am Ende des Buches erfahren wir nicht was aus ihm wird, genauso wie wir vorher nichts über ihn wussten.
Hamsun hat das Buch in einer suggestiven Sprache geschrieben, mit der er den Leser tief in die Persönlichkeit des Erzählers hereinzieht. Mich hat das Buch sehr faszniert. Es war super!
Alena Witt 2010
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