Iwan Turgenjew:
Erste Liebe

Man kann ja nicht jedes Buch mögen ...

Nach den ganzen tollen Büchern, nun endlich eines, welches ich einigermaßen unerträglich fand.

Es war schon ziemlich anstrengend zu lesen wie der sechzehnjährige Wladimir die fünf Jahre ältere Nachbarin Sinaida Alexandrowna anschmachtet.

Sie ist die Tochter einer verarmten Gräfin und ziemlich verwöhnt. Sie schart auf Grund ihrer Schönheit eine große Zahl an Verehrern um sich und macht mit ihnen, was sie will. Aus Langeweile demütigt sie sie und spielt mit ihnen. Wladimir himmelt sie an und verklärt sie. Sinaida ist jedoch unendlich gelangweilt und kann keinen von ihren Verehrern ernst nehmen.

Schließlich verändert sie sich zusehends und Wladimir findet per Zufall heraus, dass seine Angebetete die Geliebte seines herrischen Vaters geworden und ihm total verfallen ist. Die Geringschätzung ihrer Person durch den Vater erscheint ihr als reizvoller Kontrast zu der uneingeschränkten Bewunderung ihrer vielen Verehrer. Diese erste enttäuschende Liebe prägt sein Leben entscheidend und er bleibt Junggeselle.

(Annika Keiluweit, 2003)

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