Faulkner schrieb diesen Text 1932, also in einer Zeit, in der die Rassendiskriminierung in den USA alltäglich war und geduldet war. Zwar hatten die Nachfahren seit Abraham Lincoln ihre Freiheit rechtlich zurück, aber sie waren weiterhin Knechte der weißen Großgrundbesitzer und Fabrikanten. Zu dieser Zeit schrieb er diesen Buch, das eine anspruchsvolle, komplexe und realistische Erzähltechnik hat.
Es handelt von der untersten Schicht der amerikanischen Bevölkerung , von schwarzen Tagelöhnern und Landstreichern. Bei jedem Atemzug und gelesenem Satz riecht man den Schweiß und spürt die unerträgliche Hitze der Südstaaten. Faulkner kritisiert die sozialen Zustände, wie es bis dato kein anderer gewagt hätte. Er offeriert schonungslos den geistigen und kulturellen Untergang des amerikanischen Süden.
Der Inhalt wird von drei Erzählsträngen gehalten. In jedem Strang wird ein Mensch und sein Schicksal beschrieben und doch haben alle drei miteinander zu tun.
Eine Person fand ich besonders beeindruckend. Die junge Prostituierte Lena Grove sucht den Vater ihres noch ungeborenen Kindes. Sie verlässt die Stadt und läuft hochschwanger nach Jefferson, wo sie ihn vermutet. Dort bringt sie ihr Kind zur Welt. Hier ist das Kind das Licht im August, eine Hoffnung auf Besserung und Erneuerung.
(Sandra Burkard, 2003)