James Fenimore Cooper:
Der Lederstrumpf

Der Lederstrumpf von James Fenimore Cooper ist ein Romanzyklus bestehend aus fünf Erzählungen, die alle während des achtzehnten Jahrhunderts in Amerika spielen und Natty Bumppo, einen einsamen aber weisen Grenzgänger, zum Helden haben. Old Shatterhand in Perfektion.

In Der Wildtöter begegnen wir Natty Bumppo, genannt Lederstrumpf, als unschuldigem Zwanzigjährigen, der sich zum ersten Mal verliebt und der zum ersten Mal aus Selbstverteidigung einen Menschen töten muss. Der Grundstein ist gelegt.

Der letzte Mohikaner hat einen wahren historischen Hintergrund: die Belagerung von Fort William Henry durch den französischen General Montcalm während des Siebenjährigen Krieges (1754–1760) zwischen Engländern und Franzosen.

In einer der schönsten Szenen des ganzen Romanzyklus stirbt hier einer der wenigen treuen und edlen Begleiter Lederstrumpfs: Uncas, der Sohn seines indianischen Blutsbruders Chingachgook, dem letzten Mohikaner des einst mächtigen Delawarenstammes. Als Winnetou starb, war das nichts dagegen.

Während die jüngsten und schönsten Erzählungen Der Wildtöter und der Der letzte Mohikaner klassische Abenteuerromane sind, sehr verklärt und romantisch daherkommen, sind Der Pfadfinder und besonders Die Ansiedler und Die Prärie wirklichkeitsnäher und realistischer.

Die schönste Ausgabe gibt es übrigens bei Ellermann in zwei Bänden mit 67 Illustrationen nach Steinzeichnungen von Max Slevogt.

(Benjamin Vohs, 2003)

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