Antonio Skármeta:
Mit brennender Geduld

Die Aufgabenstellung sah zwar vor, Titel auszuwählen die älter als zwanzig Jahre sind, ich hoffe jedoch es zählt auch, wenn man durch die Lektüre eines jüngeren Titels auf einen älteren gestoßen ist.

Als ich Antonio Skármetas Roman Mit brennender Geduld gelesen habe, bin ich auf das lyrische Werk Pablo Nerudas neugierig geworden.

Der Roman handelt von dem jungen Fischer Mario Jimenez, der, als er erfährt das die Stelle eines Postboten zu besetzen ist, seinen Beruf aufgibt. So kommt es, dass er Tag für Tag die Post eines einzigen Kunden zuzustellen hat, die des Dichters Pablo Neruda. Er versucht sich mit dem berühmten Mann anzufreunden, um mit einem Autogramm vor den Mädchen angeben zu können. Als er sich jedoch ernsthaft verliebt, hilft Neruda ihm erst seine Angebetete und später auch deren Mutter zu gewinnen.

Mario unterstützt den geliebten Dichter als dieser sich als Präsidentschaftskandidat aufstellen lässt und als Neruda schließlich als Botschafter nach Paris geht, nimmt Mario mit einem Tonbandgerät die vertrauten Geräusche der Heimat auf und schickt sie dem Dichter nach Paris. Mario hält dem Dichter die Treue, selbst als es zum blutigen Putsch durch Pinochets konservative Truppen kommt und der Dichtersterbenskrank in sein Haus zurückkehrt.

Dieser Roman ist eine einzige Hommage an Pablo Neruda und hat mich dazu gebracht, mich mit den Gedichten Nerudas und seiner Biographie näher zu beschäftigen.

Prädikat: Absolut empfehlenswert!!!

(Annika Keiluweit, 2003)

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