Angela Vicario wird in der Hochzeitsnacht wieder nach Hause geschickt, da sie nicht mehr unberührt sein soll. Santiago Nasar soll der Schuldige sein. Ihre beiden Brüder sehen sich gezwungen, die Familienehre wieder herzustellen, indem sie Nasar töten. Auf ihrem Weg zu ihm probieren sie bei allen Gelegenheiten Menschen zu finden, die sie von ihrem Plan abbringen. Doch niemand warnt Santiago oder will die Zwillinge umstimmen. Während dessen flüchtet Angela in die Berge. Sie sehnt sich nach ihrem »Ehemann« und schreibt ihm 20 Jahre lang Briefe. Diese bleiben zunächst unbeantwortet, doch dann sehen sich die beiden wieder.
Ich fand den Roman anstrengend zu lesen, was nicht heißen soll, dass ich ihn nicht mag. Es gibt sehr viele Rückblenden, Zeitsprünge und Vorschauen, was den Text teilweise schwer zu verstehen macht. Was mir sehr gut gefällt, sind die vielen kleinen Einzelgeschichten, die vorkommen. Wie z. B. die Liebe von Angela und San Roman, die eigentlich erst am Ende des Buches beginnt.
(Enken Bissegger, 2003)