Primo Levi: Die Atempause

»Wer gefoltert wurde, bleibt gefoltert. [...] Wer der Folter erlag, kann nicht mehr heimisch werden in der Welt. Die Schmach der Vernichtung lässt sich nicht austilgen.«
(Jean Améry)

Primo Levi wird 1919 als Sohn jüdischer Eltern in Turin geboren.

Aufgrund seiner Aktivitäten in der Resistenza, der italienischen Widerstandsbewegung gegen die deutsche Besatzung während des 2. Weltkrieges erfolgt 1944 die Verhaftung und Deportation nach Auschwitz.

Die Erlebnisse seines einjährigen Aufenthaltes im Konzentrationslager beschreibt er in Ist das ein Mensch.

Daran anknüpfend schildert er in Die Atempause die Befreiung durch die Rote Armee und seine Rückkehr nach Italien. Neun Monate dauert diese Odyssee, die ihn quer durch sechs Länder schließlich in seine Heimat Italien führt.

Sehr eindringlich sind Levis Beschreibungen aufgrund des betont sachlichen Erzählstils, der aber gleichzeitig das Besondere dieses Buches ausmacht.

Er hat nicht die Absicht, durch bloße Aneinanderreihung von Grausamkeiten zu schockieren. Im Vordergrund steht die psychologische Sicht auf die Handlungen der Menschen. Inwiefern wird der Einzelne von Gefangenschaft, Hunger und Folter geprägt?

»Das Zeichen Auschwitz lässt sich nicht tilgen«

(Annika Manegold, 2003)

© 2002–2003 Webmaster der Landesberufsschule Bad Malente – zuletzt geändert am Freitag, 3. Oktober 2003, um 9:56 Uhr.