Oscar Wilde:
Ernst sein ist alles

Wer sagt, Klassiker müssen schwer verständlich, langweilig und tiefgründig sein? Diese »heitere Komödie für ernsthafte Leute« beweist das Gegenteil, sie ist unterhaltsam und witzig, verwirrend verwickelt und herrlich oberflächlich.

The Importance of Being Earnest ist ein Klassiker des Theaters und wurde erst kürzlich erfolgreich verfilmt mit Reese Witherspoon, Judi Dench und natürlich – wie in allen Oscar-Wilde-Verfilmungen – Rupert Everett.

Zum Inhalt: Jack ist ein englischer Gentleman mit guten Manieren und einem Wohnsitz auf dem Land, wo auch sein Mündel, Cecily, lebt. Wenn er jedoch dieses geregelte Leben satt hat, fährt er nach London zu seinem vorgeblichen Bruder Ernst – und in der Stadt tritt er selbst als Ernst auf. Sein Freund Algernon benutzt eine ganz ähnliche Ausrede: seinen ebenfalls erfundenen schwerkranken Freund Bunbury.

Dumm nur, als Jack die schöne Gwendolen kennen lernt (die ihn für Ernst hält) und sich in sie verliebt – denn Gwendolen könnte niemals jemanden heiraten, der nicht Ernst heißt.

Dumm auch, dass Cecily darauf besteht, endlich die Bekanntschaft mit Jacks ominösem Bruder zu machen. Jack beschließt nach einem Besuch bei Algernon und dessen Drohung, Cecily zu besuchen, das Lügen zu beenden. Sein Plan: er wird einfach behaupten, Ernst sei an einer schweren Grippe urplötzlich gestorben. Zurück auf seinem Landgut wird er herzlich empfangen; glücklich teilt man ihm mit, dass sein Bruder Ernst kurz zuvor eingetroffen sei.

Dieser »Ernst« entpuppt sich als Jacks Freund Algernon, der die Gunst der Stunde genutzt und Cecily die Heirat versprochen hat. Ihn plagt nur ein Problem: auch Cecily will unter allen Umständen einen Mann namens Ernst heiraten ...

Es kommt, wie es kommen muss: die Lügen fliegen auf. Doch die beiden Frauen bleiben hart. Ihre Devise lautet übereinstimmend: »Ernst sein ist alles«, wenn es um die Wahl des Gatten ...

Aufbau, ISBN: 3-4766-1887-8


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