Der Roman Der Mann, der Donnerstag war handelt von dem Detektiv Gabriel Syme, der bei einer geheimen Anti-Anarchisten-Abteilung der Londoner Polizei arbeitet, und versucht einen Geheimbund der Anarchisten zu unterwandern bzw. zu sprengen.
Zuerst versucht sich Syme Zutritt zu verschaffen und erlangt diesen durch allerlei glückliche Umstände und die Tatsache, dass er den Anarchisten Lucian Gregory durch einen gewieften Schachzug bei den Geheimbündlern in Verruf bringt und an seine Stelle in den Rat der Anarchisten gewählt wird. Dieser Rat besteht aus den angesehensten Anarchisten Europas und hat sieben Mitglieder, die alle, ihrer Rangfolge entsprechend, nach den sieben Wochentagen benannt sind.
Syme ist also der Donnerstag und steht damit an vierter Stelle im Rat, denn der oberste der Geheimbündler ist Sonntag. Ein riesenhafter, grober und intelligenter Kerl, der den anderen Mitgliedern in jeder Beziehung überlegen ist. Syme versucht jetzt geplante Anschläge zu verhindern und das System zu unterjochen. Er sieht sich allein gegen eine Übermacht von Gegnern. Doch dieses Mißverhältnis ändert sich durch allerlei mysteriöse Umstände im Laufe der Geschichte.
Der Mann, der Donnerstag war ist ein durchaus lesenswertes Buch, da es sich durch eine Vielzahl skurriler Einfälle, Figuren und Geschehnissen auszeichnet. Auch wenn der Einstieg, durch die teils veraltete, gehobene und mit nicht mehr gebrauchten Ausdrücken versehene Sprache, nicht leicht fällt. Hat man sich an den Stil gewöhnt und ein Fremdwörterbuch parat, ist es ein amüsanter kurzweiliger Roman.
Allerdings sollte man das letzte Kapitel nicht lesen, denn dieses wirft alles vorher Gelesene über den Haufen und man stellt unweigerlich alles vorher Gewesene in Frage. So erging es mir zumindest.
(Thorben Hahn, 2003)