Die Elenden von Victor Hugo ist ein Roman in fünf Teilen, erschienen 1862. Der Roman erzählt vor dem historischen Hintergrund der Restauration und der Pariser Arbeiteraufstände von 1832–1834 die Geschichte eines entlassenen Galeerensträflings. Nach neunzehn Jahren aus dem Zuchthaus entlassen, findet der Held, Jean Valjean, im Haus des gutmütigen Bischofs Myriel eine Unterkunft. Er ermöglicht ihm die Rückkehr in geordnete Verhältnisse. Als »Monsieur Madeleine« bringt Valjean es schon nach kurzer Zeit zum wohlhabenden Industriellen, beliebten Bürger und sogar zum Bürgermeister einer kleinen französischen Stadt.
Gleichzeitig schildert Hugo den Fall der Arbeiterin Fantine, einer ehemaligen Pariser Prostituierten, die durch ein ungewolltes Kind ins äußerste Elend gerät und schließlich an Schwindsucht stirbt. Valjean befreit Fantines Tochter Cosette aus der Gewalt der schlimmen Pflegeeltern und sorgt wie ein Vater für das Mädchen.
Bald wird er aber erneut verurteilt und muss mit Cosette untertauchen. Unter falschem Namen verbringt er in Paris einige Jahre in glücklicher Zurückgezogenheit, auf die lediglich das heimtückische Misstrauen des Polizisten und Spitzels Javert einen Schatten wirft.
Die herangewachsene Cosette verliebt sich in den angehenden Advokaten Marius Pontmercy. Um sich von Cosette nicht trennen zu müssen, verbirgt Valjean das Mädchen vor Marius und untersagt ihnen die Heirat. Nach dem Ausbruch der Pariser Arbeiteraufstände überstürzen sich die Ereignisse ...
»Es gibt nur eines auf der Welt. Einander zu lieben.«
(Benjamin Vohs, 2003)